Ordnung als Akt der Fürsorge
Keiner redet gerne über den Tod.
Und doch ist es zu Lebzeiten so so wichtig, sich über gewisse Dinge rechtzeitig Gedanken zu machen.
Falls du zu der Kategorie gehören solltest:
Mein Haus ist voll von oben bis unten, aber sollen sich doch meine Kinder drum kümmern, wenn ich mal tot bin.
Dann brauchst du an dieser Stelle nicht weiterlesen.
Ich hoffe jedoch sehr, du denkst nicht so – dann könnte der Rest für dich interessant sein.
In meinem Umkreis findet gerade mal wieder ein interessanter und reger Austausch statt zu dem Thema:
Wie umgehen mit meinem Vermächtnis?
Darauf möchte ich an dieser Stelle mal etwas genauer eingehen.
Was gehört denn überhaupt alles zum Vermächtnis?
Das Haus, die Wohnung
Die Möbel
Das Geschirr,
Das Auto,
Der Schmuck, die Uhren
Die Kleidung,
Die Bücher,
Die ganzen materiellen Dinge, die sich eben so anfinden in unseren Haushalten.
Die sich über die Jahre und Jahrzehnte einfach still und heimlich, ja fast von selbst immer mehr vermehrt haben.
Die allermeisten von uns kennen das.
Viele erleben das vielleicht gerade selbst.
Zu den materiellen Dingen kommen aber auch noch die emotionalen Dinge.
Die Erinnerungen.
Auch diese können materiell vorhanden sein.
Fotos, Bilder, Dias und Videos.
Aber auch in ganz anderer Form.
Und jetzt frage ich dich, ja ganz genau dich persönlich.
Wie möchtest denn DU, wie mit diesen Dingen umgegangen wird nach deinem Tod?
Möchtest du, dass deine Angehörigen nach deinem Tod wissen, was damit passieren soll?
Oder möchtest du dass deine Liebsten bei jedem Teil überlegen müssen, was soll damit geschehen?
Was wäre ihr Wunsch gewesen für dieses Teil?
Dass sie viel Zeit, Mühe und Kosten aufwenden müssen, weil sie einfach überwältigt sind von der Masse an Dingen, um die sie sich kümmern müssen?
Und es sind ja nicht bloß die Dinge und Gegenstände.
Es ist ja da auch noch die Trauer.
Es sind die Behördengänge und Formalitäten.
Für mich ist der Fall klar.
Glasklar.
Ich möchte NICHT, dass meine Liebsten nach meinem Tod einen Haushalt voller überflüssigem Krempel und unnötigen Dingen auflösen müssen.
Denn für mich ist Ordnung ein Akt der Fürsorge.
Fürsorge für mich selbst.
Denn ich entscheide, was damit geschehen soll.
Was für mich überhaupt noch wichtig ist.
Was heute schon gehen darf.
Was ich heute schon loslassen kann.
Welche Erinnerungen bleiben sollen und welche nicht.
Fürsorge für meine Angehörigen.
Sie wissen genau, was zu tun ist.
Sie wissen ganz genau, was mir wichtig war.
Wer was bekommen soll.
Was mit den Dingen geschehen soll.
Sie müssen nicht ein Kabinett an Sinnlosigkeiten auflösen.
Ich entlaste sie damit.
Ich schenke ihnen Zeit, Nerven, Geld und verhindere vielleicht auch nervende Diskussionen untereinander.
So, jetzt bist du dran.
Für welche Version entscheidest du dich?
Ich hoffe doch sehr, dass dich diese Zeilen dazu ermuntert und ermutigt haben, endlich loszulegen mit deiner ganz eigenen Ordnungsreise.
Und wenn du das Gefühl hast, ich schaff das nicht alleine oder ich brauche dabei einfach ein wenig Unterstützung, na dann bist du ja hier in der Ordnungswelt bestens aufgehoben.
Bei Experten finden findest du Kolleginnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.
Viele davon sind genau auf dieses Thema spezialisiert und eine gibt es ganz bestimmt auch in deiner näheren Umgebung.
Also, worauf wartest du noch? Leg los!!!
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