Wie funktioniert Ordnung im Kinderzimmer?
Wenn Du mich ehrlich fragst, wie Ordnung im Kinderzimmer funktionieren kann, dann ist meine Antwort:
„Am besten klappt es, wenn Du gar keine Kinder bekommst!“
Spaß beiseite, dafür ist es ja eh zu spät, wenn Du mich nach Ordnung im Kinderzimmer fragst!
Genug der Ironie!! dieser Text soll Dir eine Vorstellung davon geben, wie es mit der Ordnung auch bei den Kleinen klappen kann und Dir ein paar hilfreiche Tipps dafür an die Hand geben!
Der richtige Anspruch
Grundsätzlich ist es wichtig, im Kinderzimmer mit einem etwas anderen Maß zu messen, als im Rest der Wohnung.
Kleine Kinder sind eben keine Erwachsenen. Sie haben ein anderes Empfinden für Zustände, als Erwachsene. Unordnung stört sie meist überhaupt nicht!
Das sollten wir anerkennen, um keine unmöglichen Ansprüche an die Ordnung im Kinderzimmer, und die darin lebenden Kinder zu haben.
Kinder sind von Natur aus kleine Sammler und Liebhaber winzigster Schätze. Sie lieben es in ihre eigene Welt abzutauchen, und das kann auch jeden Tag eine andere sein!
Darum sammeln sich natürlich schnell sehr viele Dinge an.
Kommt Dir das bekannt vor? Man kann als Elternteil fast wahnsinnig werden, wenn das Kind mal wieder einen riesigen grauen Stein für seine „Edelsteinsammlung“ nach Hause mitnimmt.
Sicherlich weißt du wovon ich spreche…
So gehst Du es an!
Aber wie genau bringt man nun all diese Dinge von denen sich dein Kind natürlich auf keinen Fall freiwillig trennen möchte, in eine übersichtliche Ordnung?
Dazu hab ich dir hier eine Liste mit Tipps zusammengestellt.
Meine 4 goldenen Regeln für Ordnung im Kinderzimmer:
So simpel wie möglich!
Gestalte das Ordnungssystem im Kinderzimmer so einfach es geht. Damit Kinder selbst aufräumen können, müssen ihre Sachen in erreichbarer Höhe sein. Die Sortierung der Sachen sollte nicht zu detailliert sein, damit die Ordnung einfach nachzuhalten ist.
2. So offensichtlich es geht!
Beschrifte so viel wie möglich! Jede Box, Jedes Schrankfach, jede Schublade! Wenn Deine Kinder noch nicht lesen können, helfen Abbildungen dem Kind den vorgesehenen Ort für jedes Teil anzuzeigen.
3. Am besten täglich!
Routinen sind ein wichtiger Schlüssel, wenn es um Ordnung geht. Das gilt auch schon für die Kleinsten! Versuche täglich auf spielerische Art und Weise das Aufräumen in eine Alltagsroutine einzubinden. Aufräumen sollte niemals als Bestrafung verwendet werden, da es sonst sehr negativ assoziiert wird. Das Ziel ist, das Kindern das Aufräumen nichts ausmacht und sie es irgendwann von ganz alleine machen. Dabei ist Routine ein guter Helfer!
4. In regelmäßigen Abständen!
Der Inhalt des Kinderzimmers sollte mindestens zweimal im Jahr auf den Prüfstand. Ich finde vor Geburtstagen oder Weihnachten einen guten Zeitpunkt. Es fällt den Kindern leichter sich von einem alten Spielzeug zu trennen, wenn der neue Bagger vom Weihnachtsmann unbedingt einen Platz braucht!
Wenn es sehr schwierig ist gemeinsam mit Deinen Kindern auszumisten, dann packe öfter mal Sachen weg, von denen Du weißt, dass sie nicht bespielt werden. Wenn die Kinder sie auch nach längerer Zeit nicht schmerzlich vermissen kann man sie guten Gewissens weitergeben.
Hier noch mein Bonus-Tipp für Dich: „Geduld, Geduld, Geduld!“
Bleib dran, und werde nicht müde Deinen Kindern das Aufräumen und ausmisten näher zu bringen! Gehe auch unbedingt mit einem positiven Beispiel voran. Wenn Du selbst das Chaos regieren lässt, gibt es auch für die Kinder keinen Grund es anders zu machen.
Auch wenn sie trotz aller Bemühungen wahrscheinlich nicht ungefragt ihre liegen gelassenen Sachen wegräumen werden und auch, wenn das Aufräumen nicht zu ihrer Lieblings-Beschäftigung wird. Wenn sie das Prinzip verinnerlichen dann hast Du schon einiges erreicht und es wird immer besser funktionieren je älter sie werden.
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