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5 Tipps für mehr Produktivität

Inhaltsverzeichnis

Besonders in der momentanen Lage mit Corona kommen viele in die Situation zum ersten Mal im Homeoffice arbeiten zu müssen. Es fällt jedoch nicht jedem leicht von zuhause aus genauso produktiv zu sein, wie im Büro. Nur woran liegt das und was kann man dagegen machen? Ich habe die Erfahrung anfangs auch machen müssen. Als ich noch Angestellte war, saß ich mit mehreren in einem Büro und wir hatten Aufgaben, die täglich erledigt werden mussten. Der typische Büro-Alltag eben. Als ich dann angefangen habe nur noch für mich zu arbeiten, von zu Hause aus, hatte ich anfänglich Probleme damit meine Produktivität hoch zu halten. Nach und nach habe ich dann immer mehr herausgefunden, wie ich meine Produktivität steigern kann.

Einige Tipps dazu hatte ich bereits in einem früheren Beitrag zusammengefasst. Dabei ging es jedoch eher darum, wie man sich organisiert, um mehr zu schaffen. In diesem Beitrag habe ich einige andere Tipps für dich, die mehr darauf abzielen deine Produktivität zu steigern, indem man sich selber besser kennenlernt.

Die ganzen Ablenkungen, die Zuhause auf einen warten, kannst du mit diesen Tipps nicht umgehen – da hilft dir der frühere Beitrag. Aber die ganzen innerlichen Blockaden, die dich nicht produktiv sein lassen, kannst du damit lösen. Mir zumindest haben diese fünf einfachen Tipps so sehr geholfen.

  • Ich fühle mich weniger gestresst
  • Ich schaffe es mehr Dinge abzuarbeiten
  • Ich habe nahezu jeden Abend das Gefühl mega produktiv gewesen zu sein (Ausnahmen gibt es immer. Wir sind alle nur Menschen und haben auch mal schlechte Tage 😉 )
  • Und ich hatte trotzdem viel Zeit mit der Familie, weil ich mehr Dinge in kürzerer Zeit geschafft habe

Wenn du dich auch so fühlen möchtest, dann solltest du die nachfolgenden 5 Tipps verinnerlichen und versuchen umzusetzen.

Ein aufgeräumter Schreibtisch steigert die Produktivität

Fangen wir mit dem ersten Tipp an, und das ist ein ultra wichtiger Tipp, wie ich finde. Dieser Tipp ist die Basis. Ein aufgeräumter Schreibtisch! Das klingt super banal denkst du jetzt? Das weiß ich. Aber es ist einfach so wichtig den Schreibtisch wirklich aufgeräumt zu haben.

Es warten genug Ablenkungen in unserem Zuhause auf uns. Die Wäsche will gewaschen werden, das Essen muss gekocht werden, die Kinder wollen bespaßt werden. Zwischendurch möchte man selber mal den Kopf frei kriegen. Und wenn dann auch noch der Schreibtisch mit ganz vielen Sachen voll liegt – hier jede Menge Stifte, da ein Ordner, dort eine Mappen und hier und da irgendwelche Zettelchen – dann lenken diese Sachen noch zusätzlich ab und der Blick schweift immer wieder aber. Man verliert zwangsläufig den Blick für das Wesentliche. Und damit kommen wir auch schon direkt zum zweiten Tipp.

Fokussiere dich

Behalte den Fokus! Es ist so, so wichtig, dass man mit Fokus bei einer Aufgabe dabei ist. Gerade dann, wenn man viel am Computer arbeiten muss und man zehn Programme geöffnet und im Browser fünf, sechs oder sogar sieben Tabs auf hat. Der Blick schweift dann zwangsläufig immer wieder ab und man kommt gar nicht wirklich dazu, die eine Aufgabe fertigzumachen, weil man schon mit den Gedanken wieder bei ganz vielen anderen Sachen ist.

Es ist wichtig, sich auf eine einzige Aufgabe zu fokussieren. Nur dann kannst du die Dinge schnell erledigen. Jede Ablenkung bewirkt nur, dass du dich im schlimmsten Fall wieder ganz neu in das Thema eindenken musst. Das kostet wertvolle Zeit.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn dir häufig Ideen oder etwas anderes in den Sinn kommen in der Zeit, wo du dich eigentlich auf diese eine Aufgabe fokussieren möchtest, dann sollte ein Zettel und ein Stift neben dir liegen auf denen du deine Gedanken dann aufschreiben kannst. So ist der Gedanke erst einmal aus dem Kopf, geht nicht verloren und du kannst mit deiner einen Aufgabe weitermachen – und zwar mit Fokus weiter machen. Hinterher überträgst du dann das, was dir in den Sinn gekommen ist in deine To Do Liste und setzt dir einen Termin wann du diese Aufgabe abarbeiten möchtest.

Setze dich selber unter Druck

Ein weiterer Punkt, der mir unglaublich dabei hilft meine Produktivität zu steigern: Setz dich selber unter Druck. Das klingt jetzt total fies, weil es eigentlich blöd ist, wenn man sich unter Druck gesetzt fühlt, aber ein bisschen Druck und ein gewisses Stress Potenzial hilft einem dabei mega produktiv und fokussiert arbeiten zu können. Was meine ich damit?

Es gibt zwei verschiedenen Arten von Stress. Einmal den Distress und den Eustress. Der Distress ist negativer Stress und wenn man zu lange zu viel negativen Stress hat, dann ist das natürlich gefährlich für den Körper und für den Geist. Aber der Eutress ist eben positiver Stress und dem möchte ich mich gerne zwischendurch aussetzen, bzw. den möchte ich aktivieren, indem ich mich selber unter Druck setze.

Ich gehöre zu der Art von Menschen, die sich ruhig etwas in den Terminkalender eintragen können. Ich weiß nicht, ob du das vielleicht auch kennst. Ob das jetzt im Kalender steht oder nicht, macht für mich eigentlich gar keinen Unterschied. Wenn ich mir jetzt beispielsweise eintrage, dass ich heute ein neues Video gedreht haben möchte, ist es mir egal, ob ich es am Ende des Tages gemacht habe, oder nicht. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Kurz gesagt: Ich bin ein Aufschieber par excellence.

Was mir wirklich hilft ist es, mich dabei unter Druck zu setzen. Ich sage meinem Mann oder meinen meiner Mutter – ich kommuniziere solche Sachen ganz gerne mit meiner Mutter, weil sie auch immer ganz viel verfolgt, was ich so mache – “So, heute möchte ich gerne ein Video drehen und das fertig schneiden.”.
Und Abends kommt dann – das weiß ich zu hundert Prozent – die Frage: “Hast du das gemacht? Bist du damit fertig?”  “Wann kann ich das denn endlich online sehen?”

Und das setzt mich total unter Druck. Aber positiv unter Druck. Das heißt, ich arbeite dann auch die Dinge ab, die ich mir vorgenommen habe. Ich mach das fertig, weil ich den Personen quasi “Rechenschaft” schuldig bin und es mir nicht antun möchte sagen zu müssen, dass ich es wieder nicht geschafft habe.

Genau das ist der Punkt, wie ich mich selber unter Druck setze. Aber wie gesagt, positiv unter Druck setze.

Kenne deine Leistungskurve

Der vierte Tipp ist auch total wichtig. Kenne deine Leistungskurve! Was genau bedeutet das?

Du hast mit Sicherheit schon mitbekommen, dass es Morgen-Menschen und Nachteulen gibt? Ich weiß nicht, wozu du gehörst, aber ich weiß, ich bin definitiv eher eine Nachteule.
Ich bin morgens überhaupt nicht zu gebrauchen. Ich brauche mehrere Anläufe, bis ich so richtig wach bin. Unsere Kleine gönnt mir mir zum Glück die Zeit – sie ist zwar wach ist, kann sich aber mit sich selber beschäftigen – damit ich in Ruhe richtig wach werden kann. Aber meine richtig produktive Zeit ist eigentlich erst gegen ein Uhr mittags bis zum späten Abend hin. Den Beitrag schreibe ich zum Beispiel gerade um die Mittagszeit. Die Kleine hat gerade ihren Mittagsschlaf, und das ist jetzt die Zeit, wo ich für mich einfach herausgefunden habe, dass ich am produktivsten bin.

Wenn ich jetzt irgendetwas anfasse oder anfange, dann bin ich total fokussiert. Dann schaffe ich einfach super viel abzuarbeiten. Und dann kann ich arbeiten, ohne mich großartig ablenken zu lassen. Das heißt Mittags ist für mich die Zeit, wo ich richtig produktiv bin und wo meine Leistungskurve quasi ihren Piek hat. Am Abend habe ich dann noch einmal ein Hoch. Nicht mehr so hoch wie vorher, aber zumindest hoch genug, dass ich abends nochmal was schaffen kann. Meine Leistungskurve passt momentan so ultra gut zu den Schlafenszeiten unserer Kleinen.

Jetzt ist die Frage: Welcher Typ bist du? Bist du eher die Nachteule? Oder bist du doch eher ein Morgenmensch? Kenne deine Leistungskurve und erledige deine Aufgaben zu der Zeit, zu der du am leistungsfähigsten bist.

Just do it

Zum Schluss habe ich noch einen weiteren Punkt, der mir unglaublich geholfen hat bisher. Du kennst sicher das Logo von Nike, oder? Es besteht einfach nur aus diesem geschwungenen Strich mit dem Slogan “Just do it” darunter. Ich finde es einfach nur genial. Einfach, schlicht und sagt genau das aus, was wichtig ist – “Tu es einfach“.

Es ist leider oft so, dass wir viel zu verkopft sind und alles bis ins Detail durchdenken möchten. “Was wäre wenn?” “Es muss perfekt werden.” “Hab ich dieses oder jenes schon beachtet?” Bei all den Fragen, die wir im Kopf haben, auf deren Fragen wir meist eh keine korrekte Antwort finden können, weil man erst weiß was passiert, wenn solche – teilweise schon absurden – Situationen überhaupt eintreten.

Ich bin, wie ich ja vorhin schon mal gesagt habe, ein totaler Aufschieber. Und das liegt mitunter daran, dass ich auch mega perfektionistisch bin. Was ich mache, das möchte ich einfach nach meinem Verständnis auch perfekt machen. Und das hat mich lange davon abgehalten, überhaupt irgendwas wirklich fertig zu machen. Es war ja nie perfekt. Es war immer irgendetwas, was noch nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und deswegen habe ich es dann noch auf die lange Bank geschoben. Entweder, weil ich noch nicht genau wusste, wie etwas funktioniert – also, wie man das macht. Oder ich habe es sein lassen, weil ich das noch nicht perfekt fertig hatte. Und genau das ist ein großer Fehler.

Dieses Just do it – tu es einfach, ist absolut mein top Tipp, wie man mega produktiv sein kann. Mach es einfach. Es ist okay, Fehler zu machen. Es ist okay, wenn es beim ersten Mal nicht richtig funktioniert hat. Dann funktioniert es halt beim nächsten Mal. Und das Gute daran: Du weißt, wie es nicht funktioniert. Das ist doch auch super wertvoll. Und wenn du es fünf Mal gemacht hast und fünfmal hat es nicht funktioniert, dann kennst du zumindest fünf Wege, wie es nicht geht. Und der sechste funktioniert dann. Das ist ein mega learning was du daraus gezogen hast und somit auch völlig okay. Ja, es hat zwar mehr Zeit gekostet, aber du weißt, dass du diese Fehler nie wieder machen wirst. Und in diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen Tag und kann dir nur sagen Just do it! Fangen an mit dem, was du machen möchtest, und steigere jetzt deine Produktivität.

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