Deine Welt für mehr Ordnung

Diese 3 Fehler hindern dich daran dauerhaft Ordnung halten kannst

Diese 3 Fehler hindern dich daran dauerhaft Ordnung halten kannst

Inhaltsverzeichnis

Ich höre das ganz häufig von meinen Kunden, aber auch von Freunden oder Verwandten. Hier kommen dann Sätze wie: „Ich räume ständig auf. Aber irgendwie ist das nie von Dauer.“, oder: „Ordnung schaffen bringt ja eh nichts. Wozu sollte ich also so viel Zeit darin investieren?“, „Es ist nach kurzer Zeit, sieht es ja eh wieder so aus wie vorher.“ Dazu kann ich eigentlich nur sagen: Richtiges Ordnung schaffen geht eben nicht von heute auf morgen. Man muss sich Zeit damit lassen, damit die Ordnung von Dauer ist. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Gerade in dieser jetzigen Zeit mit Corona, wo man zu Hause sitzt, Zeit hat und sich einfach ein gemütliches Zuhause schaffen möchte, da möchte man am liebsten in einer Hauruck-Aktion ganz, ganz schnell Ordnung schaffen.

Das Problem ist dabei, wenn man das in so einer Hauruck-Aktion macht und ohne Bedacht, dann hält in den meisten Fällen diese Ordnung nicht dauerhaft. Und ich kann das echt verstehen, dass es manchmal ermüdend ist, wenn das nicht so schnell vorangeht, wie man es gerne möchte. Ich kenne das von mir selber, denn ich bin die Ungeduld in Person. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe oder mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann möchte ich das am liebsten gestern umgesetzt haben. Und wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, komplett Ordnung zu schaffen in den eigenen vier Wänden, kann ich es absolut nachvollziehen, dass man es am liebsten gestern schon fertig hätte und man schnell Erfolge sieht. Dennoch kann ich nur immer wiederholen: Es ist nicht sinnvoll, alles in einem Hauruck-Verfahren irgendwie zu sortieren, weil diese „Ordnung“ in den allermeisten Fällen einfach nicht von Dauer ist.
Vielleicht hast du auch schon mal probiert in einer Hauruck-Aktion in einem Zimmer richtig „Ordnung“ zu schaffen. Nach kurzer Zeit sah es dann jedoch wieder unordentlich aus. Das liegt an drei Fehlern, zu denen ich gleich kommen werde, die du dabei höchstwahrscheinlich gemacht hast.

Genau diese drei Fehler habe ich anfangs auch gemacht, als ich versucht habe, dauerhaft Ordnung zu schaffen. Deshalb weiß ich so genau, wovon ich spreche.

Viele Aufräumcoaches sagen von sich, dass ihnen die Ordnung quasi in die Wiege gelegt wurden und sie von Anfang an ordentlich waren. Das war bei mir nicht so. Meine Eltern, haben sich die Zähne teilweise an mir ausgebissen. Wenn ich mal aufgeräumt habe in meinem Zimmer, dann sah das auch ganz tipptopp aus, mit Beschriftungen und allem Drum und Dran. Aber von Dauer war das definitiv nicht. Erst als ich mich mit dem Thema Ordnung schaffen so richtig beschäftigt habe – also nicht nur aufräumen, sondern Ordnung schaffen und dauerhaft Ordnung halten können – habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass man es eben nicht alles super schnell fertig machen sollte, sondern erst einmal sich selber kennenlernen muss, um dann anschließend nach einem gewissen Schema vorzugehen, damit die Ordnung einfach und dauerhaft ist.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag die drei Fehler aufklären, die dich daran hindern, dauerhaft Ordnung zu halten.

#1 Fehler: Nicht ausmisten

Ich höre immer wieder die Ausreden: „Wir brauchen nichts auszumisten.“ „Ich habe nichts bei mir zu Hause, was ich nicht brauche.“ „Ich brauche alles, was ich hier habe, und da brauchen wir gar nicht nachgucken.“ Immer wieder, wenn ich mit einem Kunden anfange, ein Aufräumen-Projekt zu starten, höre ich genau diese Sätze. Dabei ist es so wichtig, die Dinge auszumisten, bevor man aufräumen bzw. Ordnung schafft. Denn es ergibt überhaupt keinen Sinn, für Dinge einen Platz zu suchen, die man nicht braucht. Dadurch nimmst du nur den Dingen, die wichtig für dich sind, den Platz weg und erschwerst es dir, Dinge zu finden, oder Dinge wieder zurückzulegen, weil Schränke und Regale so vollgestopft sind. Sobald etwas schwieriger ist – wie zum Beispiel das Zurücklegen von Sachen – macht man es nicht mehr so gerne.

Ausmisten ist also essenziell, bevor man Ordnung schaffen kann. Und wenn du jetzt sagst: „Ja, aber ich habe womöglich nichts was ich ausmisten kann, weil ich das ja schon gemacht habe.“

Ich miste einmal im Jahr groß aus. Wenn du meinen YouTube-Kanal kennst, dann weißt du, dass ich einmal im Jahr meinen Frühjahrsputz mache, der hauptsächlich auf Ausmisten basiert. Und dennoch finde ich immer wieder Sachen, die noch wegkönnen, die wir doch nicht brauchen. Auch wenn man regelmäßig ausmistet, finden sich im Haushalt immer wieder Sachen, weil man sich selber ändert, weil man die Ansichten ändert, oder, oder, oder. Die Ausrede „Ausmisten brauche ich nicht. Ich habe nur das Zuhause, was ich wirklich brauche.“ darf meiner Meinung nach nur jemand sagen, der sehr minimalistisch lebt.

#2 Fehler: Ordnungssysteme von Bildern abschauen

Kommen wir zum zweiten Fehler, und zwar Ordnungssysteme von Bildern abzuschauen. Pinterest ist eine super Quelle für ganz viele tolle Bilder im Bereich Ordnungssysteme. Und ich kenne das persönlich, weil auch ich früher, als ich 2011 angefangen habe, mich intensiv mit dem Thema Ordnung auseinander zu setzen, ganz viel ausprobiert und von Bildern abgeschaut habe.

Die Bilder haben mich angesprochen und ich habe dann versucht, es genauso zu machen. Ganz ehrlich: Das funktioniert nicht. Es reicht nicht sich einfach nur Ordnungssysteme von anderen abzuschauen, auch wenn es total nett aussieht. Aber nicht jedes Ordnungssystem passt zu jedem Typ. Ich kann beispielsweise ein Ordnungssystem total schön finden und versuchen, es bei uns zu Hause einzuführen. Aber wenn es an der falschen Stelle ist, wenn es nicht auf uns und auf unsere Gewohnheiten abgestimmt ist, dann funktioniert es nicht bzw. es wird uns sehr schwerfallen, dieses Ordnungssystem zu leben.

Man versucht sich dann quasi an etwas zu gewöhnen, das nicht zu den eigenen Gewohnheiten passt. Und ich denke mal, die Erfahrung hast du im Leben sicher auch schon mal gemacht. Wenn man in einer Gewohnheit steckt, dann ist es sehr schwer, aus dieser Gewohnheit herauszukommen. Natürlich muss man das ein Stück weit. Gerade, wenn man sich nur in seiner Komfortzone bewegt. Aber es ist doch viel sinnvoller, ein Ordnungssystem zu finden, das zu den Gewohnheiten, die schon da sind, passt. Dadurch wird es dir viel leichter fallen, die Ordnung dauerhaft zu halten. Außerdem gibt es in jedem Raum ein anderes Ordnungssystem, was man braucht, weil man in jedem Raum andere Arbeitsabläufe hat.

#3 Fehler: Keine Routinen schaffen

Und der dritte Fehler, den ich auch immer wieder sehe, ist: Keine Routinen schaffen. Routinen helfen uns einfach dabei, dass uns die Dinge leichter von der Hand gehen. Du kennst das sicherlich, wenn du etwas routiniert abarbeitest, weil du es regelmäßig machst, dann fällt es dir total leicht. Es macht für dich nicht mehr den Anschein, dass es lange dauert. Und du hast einfach nicht mehr das Gefühl, dass es lästig ist. Wenn du hingegen etwas Neues machen musst oder etwas nicht routiniert abarbeiten kannst, weil es immer wieder etwas anderes ist, dann kommt dir die Zeit, die du dafür brauchst, häufig viel länger vor, als du dafür wirklich gebraucht hast. Und weil es schwieriger ist, meldet sich auch viel schneller der innere Schweinehund zu Wort. Genau deswegen ist es ganz wichtig, ein Ordnungssystem zu schaffen, das zu den eigenen Gewohnheiten passt. Dann muss man seine Gewohnheiten nur noch wenig anpassen und nicht mehr komplett ändern.

*Die Links, die mit einem Stern versehen wurden, sind Amazon Partnerlinks. Kaufst du eines der Produkte, unterstützt du mich damit, indem ich eine kleine Provision erhalte. Keine Angst, für dich entstehen keinerlei Extrakosten.

Responses

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.